Harmonische Mitgliederversammlung des FVLB

Post 12. Juni 2018 By
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Bei der 7. Generalversammlung des FVLB am vergangenen Freitag  im Vereinsheim „Sechzehner“ konnte Präsident Joachim Schröter zwar nur 43 Vereinsmitglieder begrüßen – doch dies kann durchaus als Ausdruck der Zufriedenheit von denjenigen gewertet und verstanden werden, die den Weg ins Grütt an diesem Abend nicht gefunden haben.

Kontinuität ist beim FV LörrachBrombach im Präsidium und im Ehrenrat angesagt: Wiedergewählt wurden (v.l.) Bernd Schleith (VizePräsident), Patrick Scheuermann (Ehrenrat) und Joachim Schröter (Präsident). (Foto: Gerd Lustig)

In seinen Begrüßungsworten hob der seit 2014 amtierende Präsident hervor, dass man sich im Präsidium und Vereinsrat (Vorstandschaft) über jeden Zuspruch freue, ebenso aber auch über konstruktive Kritik oder Anregungen. Einen herzlichen Gruß entbot Joachim Schröter den anwesenden Vertretern der Stadt- und Ortsverwaltung, sowie den Pressevertretern.

Totenehrung

Nach der Begrüßung der Gäste stand die Totenehrung auf der Tagesordnung. Zum Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder Dieter Marx, Alfred Moser, Doris Schröter und Klaus Lossau erhoben sich die Anwesenden zu einer Gedenkminute von ihren Plätzen.

Jahresbericht des Präsidiums

In seinem kurzen, aber prägnanten Jahresbericht ging Joachim Schröter auf einige wichtige Eckpunkte seit der letzten Mitgliederversammlung ein und hob hervor, dass das zurückliegende Vereinsjahr natürlich von viel Arbeit der Vereinsführung geprägt war,  leider aber auch weniger schön im Zeichen von starken und weniger starken Turbulenzen stand. Erfreulich dagegen die  tollen sportlichen Erfolge im Jugend- und Aktivbereich.  Die erwähnten Turbulenzen haben letztendlich dazu geführt, dass der Zusammenhalt im Verein zwischenzeitlich stärker denn je ist. Die Stimmung im und um den Sechzehner und innerhalb des Clubs ist ausgezeichnet - die Außenwirkung des Vereins in der Öffentlichkeit könnte nicht besser sein.

Joachim Schröter bedankte sich nochmals ganz herzlich bei  Martin Aßmuth, der ab Mitte Juli den Chefsessel im Rathaus von Hofstetten übernimmt und sich damit nach zwei intensiven Jahren als Sportchef und Vizepräsident vom FVLB verabschiedet. Aber auch Cheftrainer Ralf Moser und sein Assistent Mino Bouhabila, die bereits am letzten Spieltag zusammen mit Martin Aßmuth verabschiedet wurden, dankte der Präsident für ihr außergewöhnliches Engagement. Die Schlüsselpositionen, Trainerteam 1. + 2. Mannschaft sowie  Sportliche Leitung, konnten mit qualifizierten Personen neu besetzt werden.

Bericht des scheidenden Sportchefs

Martin Aßmuth wies in seinem Bericht auf infrastrukturelle Mängel im Grütt hin und hob dabei insbesondere das nicht vorhandene Kleinspielfeld hervor. Fehlende Materialräume und die stark sanierungsbedürftigen Umkleidekabinen im Altbau erschwerten eine vernünftige Vereinsarbeit erheblich. Außerdem wies er auf die zum Teil katastrophalen Engpässe auf dem Grütt-Parkplatz hin, der kostenlos von externen Gaststättenbesuchern genutzt und somit den Sportlern vorenthalten wird. Seitens der Stadt Lörrach fehle es auch in anderen Bereichen an der entsprechenden Unterstützung für die Anliegen des überaus erfolgreichen Vereins mit einer tollen Jugendarbeit.

Die Ausführungen zum Abschneiden der drei Aktivmannschaften fielen durchwegs sehr positiv aus, wobei die 1. Mannschaft als Aufsteiger in die Verbandsliga eine überragende Saison gespielt hat. Worte des Dankes fand Martin Aßmuth für die  eminent wichtigen Helfer im Hintergrund, ohne die vieles nicht funktionieren würde. „Man hat in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass es genug `Experten` im und ums Grütt herum gibt, doch tatsächlich Verantwortung im Verein zu übernehmen, dazu sind nur wenig bereit gewesen“, so der scheidende Sportchef.

Mehr Unterstützung bei Arbeitseinsätzen hätte sich die sportliche Leitung bei Arbeits- einsätzen durch die Aktiven gewünscht, doch insgesamt sei der Verein gut aufgestellt und befinde sich auf einem vielversprechenden Weg in eine sportlich erfolgreiche Zukunft.

Marketing

Seine Wertschätzung gegenüber den vielen größeren und kleinen Sponsoren brachte Bernd Schleith in seinem Statement zum Ausdruck. Ohne die Sponsoren könnte der Verein wirtschaftlich nicht bestehen, wobei insbesondere der Spielbetrieb bei den Jugend- und Aktivmannschaften sehr kostenintensiv sei. Geplant seien zwei Spielstandsanzeigen auf dem Rasenplatz und dem stark genutzten Kunstrasenplatz beim Vereinsheim. Weiter ausgebaut werde noch die Bandenwerbung. Das Fußballmagazin „Stammplatz“ sei unverzichtbar und eine Erfolgsstory (Ausgabe 13 ist soeben erschienen).

Bericht der Jugendleitung

Das Resümee des administrativen Jugendleiters Hansi Brugger über die zu Ende gehende Spielzeit  fiel in sportlicher Hinsicht überragend gut aus. Das absolute Sahnehäubchen setzten die A-Junioren, die als Meister der Verbandsliga den Aufstieg in die EnBW Oberliga Baden-Württemberg geschafft haben. Aber auch die B1-Junioren als Vizemeister und die C1-Junioren als Tabellenvierter in der Verbandsliga Südbaden schnitten im Leistungsbereich hervorragend ab. Die bezirklich spielenden Jugendmannschaften sind momentan im Endspurt der Runde und meist gut bis sehr gut platziert.

Auch Hansi Brugger bemängelte die eingeschränkten bzw. fehlenden Trainingsmöglichkeiten im Grütt. Dabei könnte das von der Stadt Lörrach versprochene aber leider noch nicht realisierte Kleinspielfeld große Entlastung bringen.

Neben dem normalen Trainings- und Spielbetrieb bei den Junioren ging Hansi Brugger auch auf die Kooperation mit dem SC Freiburg ein, verwies auf die vielen Hallenturniere in der Winterpause, den erstmals ausgetragenen PS-Immo-Cup und die Sparkassen Junior-Trophy mit hochklassigen Mannschaften aus halb Europa. Nicht zu vergessen die Torwartschule, die für eine qualifizierte Ausbildung unserer Torhüter sorgt.

Zum Schluss seiner Ausführungen bedankte sich Hansi Brugger bei allen Trainern, Betreuern, Teammanagern  und sonstigen  Helfern, die zum Wohle der rund 450 Jugendspieler ihre Freizeit opfern und sich im Verein engagieren.

Kassenbericht

Der Verein ist finanziell nicht auf Rosen gebettet, so das Fazit von Maika Melle, die seit vielen Jahren für die Finanzen des FVLB zuständig ist. Die von ihr genannten nackten Zahlen belegen dies eindrücklich, wobei der Betrieb des wegen hoher Personalkosten bis August 2017 stark defizitären Vereinsheims durch die zwischenzeitlich erfolgte Verpachtung seither die Vereinskasse deutlich entlastet.

Die von Dieter Tröndlin und Alfred Stolz vorgenommene Kassenprüfung ergab bei einem Gesamtumsatz von fast 370 Tsd Euro keinerlei Beanstandungen und Joachim Schröter bedankte sich bei Maika Melle ganz herzlich für die tadellose Kassenführung.  Im nächsten Jahr werden Dieter Tröndlin und neu Gerhard Schneider die  Kasse prüfen, da Traudel Schleith nach zwei Jahren turnusmäßig nicht mehr kandidieren durfte. 

Neuwahlen

Für die notwendige Entlastung und Neuwahl des Präsidiums konnte Stadtrat Gerd Wern-thaler als Wahlleiter gewonnen werden. Sowohl die Entlastung als auch die Wahl der erneut kandidierenden Joachim Schröter und Bernd Schleith erfolgten einstimmig. Für den nicht mehr kandidierenden Martin Aßmuth fand sich leider kein Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, weshalb das Präsidium bis zur nächsten GV aus den beiden genannten Personen besteht.

Einstimmig wiedergewählt wurde Patrick Scheuermann als Ehrenrat und neu in Abwesenheit auch Manfred Sütterlin, der eine entsprechende schriftliche Erklärung abgegeben hatte. Der Ehrenrat besteht nunmehr aus Alfred Stolz, Wolfgang Hertstein, Patrick Scheuermann und Manfred Sütterlin.

Wünsche und Anträge

Ortschaftsrat Harald Eberlin regte an, dass der Verein zukünftig rechtzeitig eine Einladung zur GV an alle Stadt- und Ortschaftsräte schickt, damit diese den Termin besser einplanen können. Des Weiteren sollte man die Sorgen und Nöte des Vereins den Stadt- und Ortschaftsräten bei einem Ortstermin besser vermitteln.

Mit der Verteilung kleiner Präsente an die Mitglieder des Vereinsrates wurde die harmonische Versammlung um 21.09 Uhr geschlossen.

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