Samstag, 11 März 2017 22:27

SV08 Kuppenheim U19 - FVLB A1 1:0

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A-Junioren Verbandsliga, 13. Spieltag, 11.03.2017

SV08 Kuppenheim U19 - FVLB A1 1:0 (1:0)

Ein „gebrauchter“ Tag für den FVLB in Kuppenheim

ks. Die Enttäuschung war dem gesamten FVLB-Tross nach Spielschluß ins Gesicht geschrieben. Dabei wollte man für die 0:4 Heimniederlage doch Revanche nehmen. Doch damit wurde es nichts. Lag’s am ungewohnten Naturrasen, auf dem man nach langer Zeit wieder einmal spielte? Erinnerungen an den Auftritt in Donaueschingen wurden wach. Nein, so reicht das gegen keinen Gegner. Vielmehr war es ein pomadiger Auftritt mit viel zu vielen Ausfällen in einem Spiel, das kann keine Mannschaft kompensieren. Normalform zeigten höchstens Jonathan Deck und vielleicht noch Giuseppe Imbrogiano.  Dabei hätte es durchaus optimal beginnen können, denn schon in der 1. Minute setzte Max Höcketstaller seinen Sturmpartner Sidi Tindano geschickt ein, der allein auf’s Kuppenheimer Tor zulief, jedoch am besten Spieler der Gastgeber, Torhüter Lukas Fischer, in bester Position scheiterte. Dann war es mit der FVLB-Herrlichkeit zunächst auch schon vorbei, stattdessen bestimmten die kampfstarken und einsatzwilligen Gastgeber zusehends das Geschehen. Zweikämpfe konnte der Gast im 1. Abschnitt so gut wie keine gewinnen, Kunststück - wenn man auch gar nicht bereit ist, diese zumindest zu führen. Das genügte bereits aus Kuppenheimer Sicht, denn spielerisch hatten die Gastgeber nicht viel zu bieten, zumal sogar ihre beiden besten Akteure Marcel Garbacziok und Eren Okan verletzungsbedingt ausfielen. Diese beiden Ausnahmekönner hatten den FVLB im Vorspiel im Alleingang “abgeschossen“. In der 3. und 16. Min hatten die Gastgeber bereits zwei dicke Chancen liegen lassen, ehe in der 23. Min fast schon folgerichtig der Führungstreffer dann doch fiel. Felix Schwarzwälder und Torhüter Lukas Müller agierten viel zu zögerlich nach dem Motto  “nimm ihn du – ich hab ihn auch nicht“ und so konnte der Kuppenheimer Benjamin Radke den Ball völlig unbedrängt ins hohe Eck lupfen. Fast hätte im Gegenzug Kevin Meier den schnellen Ausgleich erzielt, als ihn Tindano nach einem unwiderstehlichen Solo entlang der Aussenlinie mustergültig bediente, Meier’s Abschluss blieb jedoch zu harmlos, sodass ein Abwehrspieler kurz vor der Torlinie den verwaisten Kasten sauber halten konnte. Nun rappelte sich der FVLB doch allmählich etwas auf, ohne jedoch in den Aktionen zwingend zu werden. Kurz vor Halbzeit nochmals eine Chance zum Ausgleich, als David Schütze Tindano per Freistoss bediente, doch erneut bliebt Fischer im SVK-Gehäuse der Sieger im direkten Duell.

Etwas lauter diesmal die Ansprache in der Halbzeitpause, auch mit dem Hintergedanken, die Jungs aus ihrer Lethargie aufzurütteln. Das gelang dann auch zumindest, was Einsatzwille und Laufbereitschaft betraf. Doch gegen die nun immer vielbeinigere SVK-Defensive fehlten heute auch die Ideen, sich im Strafraum entscheidend durchzusetzen. Symptomatisch für das FVLB-Spiel, dass im 2. Abschnitt nicht ein Schuss auf das Gastgebergehäuse durchkam. Entweder gingen die Schüsse weit oder hoch daneben oder drüber, oder es wurde sich „zu Tode kombiniert“, anstatt den Abschluss zu suchen. Kurzum: heute hätte der FVLB noch bis in die Nacht kicken können, ein Treffer wäre wohl nicht gefallen.

Fazit

Es ist schwierig, die Drehzahl zu erhöhen, wenn man zunächst den Schongang eingeschaltet hat. Es fehlte der unbedingte Wille, auch wenn es mal nicht so läuft, zumindest den eigenen Kasten sauber zu halten. Dieser Torverhinderungsspirit ging dem Team heute zumindest in der 1. Halbzeit ab. Nur an dem holprigen und ungewohnten Geläuf die Niederlage festzumachen, wäre zu einfach. Dafür haben die Gastgeber viel zu großartige Gegenwehr mit vorbildlichem Kampfgeist geleistet. Die unzähligen Unterbrechungen durch Foulspiele oder die unzähligen Auswechslungen im Minutentakt! unterbanden darüberhinaus jeglichen Spielfluß. Abhaken und im nächsten Spiel wieder besser machen.

Der FVLB spielte mit: Müller, Kopp, Seng, Strohmeyer, Schütze, Brugger, Deck, Schwarzwälder, Meier, Höcketstaller, Tindano;

Einwechslungen

Tran, Imbrogiano, Kujabi; Dennis Kaiser (ETW) kam nicht zum Einsatz.

Torfolge: 1:0 (23.) Radke;

SR: Matthias Brudek

Zuschauer: 30

Joni Deck (Mitte) war heute in Kuppenheim noch der auffälligste FVLB-Akteur

 

Gelesen 204 mal Letzte Änderung am Samstag, 11 März 2017 22:40
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